Traumatisierte Kinder und Jugendliche in der Schule
Die Schule als sicherer Ort - Workshop
Termin: 02.12.2017 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Ort: Rurtalschule, 52525 Heinsberg

Traumatisierte Kinder und Jugendliche (Schülerinnen und Schüler aus/in traumatisierenden Lebenskontexten, z. B. mit Kriegserfahrung und Flüchtlingshintergrund) stellen Lehrkräfte und Schulen vor hohe Herausforderungen.

Neben den Fragen

  • nach notwendigen personellen, räumlichen und materiellen Ressourcen  und institutionellen Strukturen
  • nach hilfreichen Verstehens- und Handlungsansätzen im professionellen Umgang mit seelisch verletzten Kindern und Jugendlichen

beschäftigt Lehrkräfte auch die Sorge,

  • an eigene Grenzen zu stoßen und
  • durch andauernde Konfrontation mit Grenzsituationen wie Berichten über traumatische Ereignisse selbst sekundäre Traumatisierung zu erfahren.

Die Gesellschaft hat der Institution Schule mit der Schulpflicht die wichtige Aufgabe der Gestaltung eines sicheren Orts für die ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen zugewiesen. Als solcher muss und kann sie zur stabilisierenden Umgebung werden, in der traumatisch belastete Schülerinnen und Schüler behutsam das Vertrauen in sich und ihre Umwelt wiedergewinnen können, das sie zur Überwindung individueller Schicksale und Belastungen benötigen. Die Traumapädagogik bietet Lehrkräften dazu hilfreiche Ansätze.  

Zielsetzung des Angebots:

  • Psychotraumatologisches Grundwissen und Traumapädagogik als hilfreiche Ansätze zum Verständnis und Umgang (er)kennen
  • Handwerkskoffer füllen
  • Institutionelle und/oder individuelle Ansätzen zur Implementierung in den schulischen Alltag entwickeln

Teilaspekte:

  • Wie erkenne ich traumatisierte Schüler im Unterricht?
  • Was sind hochbelastende Lebensereignisse/-bedingungen?
  • Was ist ein Trauma?
  • Was sind Traumafolgen und wie zeigen sie sich in der Schule?
  • Welche Rolle spielt die Bindungstheorie?
    -   Bindungsmuster
    -   Auswirkungen auf die Schule
  • Was brauchen traumatisierte Schüler?
    -   Traumapädagogische Haltung
    -   Circle of courage
    -   Gewaltfreie Kommunikation
  • Welche Handlungsansätze sind im Unterricht hilfreich?
    -    zum Bindungsaufbau
    -    zur Stabilisierung
    -    zur Rhythmisierung/Strukturierung
    -    Kooperationen
  • Was sind Grenzen und Möglichkeiten der Umsetzung im System?

 Konzeption des Seminars und geplante Arbeitsweisen:

  • Einbezug von Fragen und Wünschen der TN
  • Wechsel aus Input (PPP) unter Einbezug von Fallbeispielen, Kleingruppenarbeit, Plenum
  • Erarbeitungsphasen, Phasen zum Erfahrungs- und Ideenaustausch
  • Folien und Literaturliste per Mail
  • Materialien zur Ansicht

Adressaten:
Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulsozialarbeiter, die mit traumatisierten Schülerinnen und Schülern arbeiten oder arbeiten wollen, Schulleitungen und Schulleitungsmitglieder

Referentinnen:
Elena Quack, Mönchengladbach, seit 7 Jahren Klassenleitung einer intensiv- und traumapädagogischen Lerngruppe Sek. I, Fachberaterin für Psychotraumatologie (DIPT)
Marita Fremmer, Mönchengladbach, seit 11 Jahren zuständig für die intensivpädagogische Beschulung der Jugendlichen einer geschlossenen Unterbringung (Kriseninterventionszentrum), Zusatzqualifikation: Gestaltpädagogik

Termin:
Samstag, 02.12.2017, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Meldeschluss: 22.11.2016

Ort:
Rurtalschule, Parkstraße 23, 52525 Heinsberg-Oberbruch

Kosten:
120 Euro
  90 Euro für Mitglieder im vds
  90 Euro für Studenten und LAA
  70 Euro für Studenten und LAA als Mitglieder im vds

Hinweise:
In den Gebühren sind die Seminarmaterialien sowie kalte und warme Tagungsgetränke enthalten.

Veranstaltungsnummer 17.2-3431

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