Intensivpädagogische Arbeit mit Hoch-Risiko-Schülern
Was geht, wenn nichts mehr geht – Basisseminar
Termin: 02.03.2018 15:00 Uhr bis 03.03.2018 16:00 Uhr
Ort: Haus Rasche, 59505 Bad Sassendorf

Jugendliche, die in verschiedenen Kontexten durch massiv selbst- und fremdgefährdendes Verhalten aufgefallen sind, stellen Schulen vor große Herausforderungen, führen an persönliche Grenzen, lösen häufig Hilflosigkeit und in der Folge dessen auch Abwehr aus. Es scheint, als seien diese Mädchen und Jungen durch Erziehungs(hilfe)prozesse nicht (mehr) erreichbar und aufgrund ihres hohen Gefährdungspotentials kaum zu beschulen. Häufig bewegen sie sich in einer Art Pendelbewegung zwischen Jugendhilfemaßnahmen, Straße, Bildungseinrichtungen, Kinder-und Jugendpsychiatrie und Jugendstrafvollzug hin und her.

Wie kann der Anspruch von Inklusion, auch diesen Schülerinnen und Schülern die beste Teilhabe an Erziehungs- und Bildungsprozessen zu ermöglichen und entwicklungsförderliche Lernumgebungen für sie zu gestalten, umgesetzt werden? Wie kann zugleich größtmögliche Sicherheit für andere am Lernort befindliche Personen geschaffen werden?

Intensivpädagogik in Schulen bedeutet, im Sinne eines forschend-fragenden Ansatzes extrem ungewöhnliche Verhaltensweisen verstehen zu wollen, Schule anders oder neu denken zu dürfen und zu müssen und konzeptionelle Ideen kreativ und ressourcenorientiert zu entwickeln und umzusetzen.

Ermöglichen Sie auch in diesen Fällen „jenseits“ sonderpädagogischer Grenzen positive Schul- und Lebenserfahrungen! In diesem Seminar haben Sie die Möglichkeit, auf der Grundlage verstehender Zugänge für Sie passende individuelle und systemische Konzeptbausteine zu entwickeln und Ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Hoch-Risiko-Schülern weiter zu festigen. 

Teilaspekte:

Fallverstehen

  • Bestandsanalyse
  • Definition der Zielgruppe
  • Verstehende Zugänge
  • Auftragsklärung
  • Selbstverständnis und Haltung

Gestaltung eines intensivpädagogischen Schulsettings

Die systemische Ebene

  • Ressourcen
  • Aufnahme- und Übergansmodalitäten
  • Sicherheitskonzept
  • Fachkonferenzen
  • Kooperationen
  • Schulrechtliche Aspekte

Die individuelle Ebene

  • Mein Arbeitsplatz
  • Die pädagogische Schatzkiste
  • Mehr Handlungssicherheit in Krisen

Konzeption des Seminars und geplante Arbeitsweisen:
Input- und Kreativphasen werden ergänzt durch Übungen und einen kollegialen Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Adressaten:
Alle Kolleginnen und Kollegen, die sich für die Arbeit mit Hoch-Risiko-Schülern interessieren, Schulleitungen und Schulleitungsmitglieder

Referentinnen:                     
Elena Quack, Mönchengladbach, Lehrerin für Sonderpäd. Sek. I ES/LE, Fachberaterin für Psychotraumatologie, seit 8 Jahren Klassenleitung einer intensiv- und traumapädagogischen Lerngruppe (spezielle Beschulung von Hoch-Risiko-Schülern, Arbeitsschwerpunkte: Bindungstraumata, Sucht und Jugenddelinquenz)
Marita Fremmer, Mönchengladbach, Lehrerin für Sonderpäd. Sek.I ES/LE, Gestaltpädagogin, seit elf Jahren zuständig für die intensivpädagogische Beschulung der Jugendlichen einer geschlossenen Unterbringung (Kriseninterventionszentrum)

Termin:                                     
Freitag, 2.3.2018, 15:00 Uhr bis Samstag, 3.3.2018, 16:00 Uhr

Anmeldeschluss:                  
21.2.2018

Veranstaltungsnummer:    18.1-3433

Kosten:                                     
150 Euro
120 Euro für Mitglieder im vds                                                     
120 Euro für Studenten und LAA
  90 Euro für Studenten und LAA als Mitglieder im vds

Ort:                                             
Haus Rasche, Wilhelmstraße 1, 59505 Bad Sassendorf (www.haus-rasche.de)

Seminarleistungen:       
In den Gebühren sind die Seminarmaterialien, Tagungsgetränke, Pausenkaffee und Kuchen enthalten. Mittag- und Abendessen (optional, nach Tagesangebot) sowie Übernachtungen können Sie im Tagungshotel individuell buchen.

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