Inklusive Beschulung von Schülern mit sozial-emotionalem Förderbedarf - aber wie?
Handwerkszeug,Techniken und Methoden zur praktischen Anwendung in der Inklusion - ein Intensivkurs
Termin: 20.10.2017 15:00 Uhr bis 22.10.2017 16:00 Uhr
Ort: Kirchbergschule, 64625 Bensheim

Die Inklusion von Schülern mit sozialem und emotionalem Förderbedarf stellt für viele Lehrkräfte eine erhöhte Schwierigkeit dar und ist Anlass starker Besorgnis. Sie stellen fest,

  • dass deren Anzahl an der Förderschule Emotionale und Soziale Entwicklung ebenso steigt wie im Gemeinsamen Unterricht des Primarbereichs und der Sekundarstufe I
  • dass es aber an didaktischen, unterrichtsmethodischen und -organisatorischen Inklusionskonzepten mangelt, da sich die vorhandenen überwiegend auf die Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen in den Integrativen Lerngruppen oder mit Sinnesbeeinträchtigungen beziehen.

Auch in der Fachliteratur findet der Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit sozialem und emotionalem Förderbedarf kaum Beachtung. Viele Lehrer empfinden diese Schüler deshalb als besonders schwierig. Dieses Gefühl der „Schwierigkeit“ entsteht sicherlich vor allem dadurch, dass Interventions- und Handlungsmöglichkeiten bzw. Handlungsalternativen nicht bekannt sind. Die wenigen vorhandenen Empfehlungen reduzieren sich zudem oftmals darauf, dass Geduld, Verständnis, Toleranz und ein positives Weltbild genügen. Das wird von vielen Lehrerinnen und Lehrern nicht als ausreichend empfunden.

Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Soziale und Emotionale Entwicklung hält jedoch ein Repertoire an Handlungskompetenzen bereit, die weit über die oben genannten Aspekte der Akzeptanz und Wertschätzung hinausgehen. Diese müssen den Kolleginnen und Kollegen in inklusiv arbeitenden Systemen vermittelt werden.

Zielsetzung des Seminars:
In diesem Intensivkurs haben Sie die Gelegenheit, Handlungskompetenz in schwierigen Situationen und bei problematischem Verhalten von Kindern und Jugendlichen durch Kennenlernen und praktisches Trainieren von Arbeitstechniken zu erwerben und zu steigern.

Teilaspekte:

  • Emotionalität
  • Umsetzung einer speziellen Didaktik (Beziehungsdidaktik, Classroom Management)
  • Diagnostik (Schnellverfahren zur Verhaltensdiagnostik)
  • Beratung (kollegiale Fallberatung, kooperative Elterngespräche)
  • Besondere Behinderungsbilder (AD(H)S)
  • Schulabsentismus
  • Praktisches Konzeptbeispiel zur inklusiven Arbeit mit ES-Schülern an einer Regelschule

Konzeption und Arbeitsweisen:
Theoretische Hintergründe werden mittels praktischer Fallbeispiele erklärt.
Anschließend werden konkrete Handlungsweisen vorgestellt und trainiert. Situationen können mit Videoeinheiten vorgestellt, trainiert und analysiert werden.
Wesentlich sind der Einbezug eigener Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein Informations- und Ideenaustausch.

Adressaten:
Alle Kolleginnen und Kollegen, die praktische Werkzeuge und Techniken kennenlernen wollen, die in der inklusiven Beschulung von Schülern mit sozial-emotionalem Förderbedarf Anwendung finden können.

Referenten:
Michael Dohmen, Sonderpädagoge (Schwerpunkte: Spezielle Beschulung von Hoch-Risiko-Schülern, Fachberatung Autismus, Krisenintervention und Seelsorge)
Daniel Esser B.A., Sozialpädagoge/-arbeiter (Schwerpunkte: Schulsozialarbeit bei Hoch-Risiko-Schülern und Erlebnispädagogik)

Termin:
Freitag, 20.10.2017, 15:00 Uhr bis Sonntag, 22.10.2017, 16:00 Uhr

Meldeschluss: 11.10.2017

Ort:
Kirchbergschule, Darmstädter Straße 45, 64625 Bensheim (Bergstraße)

Kosten:
280 Euro
235 Euro für Mitglieder im vds
235 Euro für Studenten und LAA
195 Euro für Studenten und LAA als Mitglied im vds

Veranstaltungsnummer: 17.2-4603

Hinweise: Im Seminarpreis sind die Tagungsunterlagen sowie kalte und warme Tagungsgetränke enthalten.

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