Aktuelle Schulpraxis inklusiv gestalten
Modul 1: Inklusion als Chance für eine neue Lernkultur - Workshop
Termin: 10.06.2016 16:00 Uhr bis 11.06.2016 17:00 Uhr
Ort: Kirchbergschule, 64625 Bensheim

Der Auftrag Inklusion ist in allen Schulformen angekommen. Immer mehr Allgemeine Schulen sind jetzt herausgefordert, nicht nur inklusive Haltungen und Einstellungen zu reflektieren, sondern auch passende Konzepte zu entwickeln, die es in Unterricht umzusetzen und strukturell abzusichern gilt.

Noch führt das vielerorts zu Unsicherheiten, Unzufriedenheit und Belastungsempfindungen, weil sich einzelne Lehrpersonen oder auch ganze Schulen bisher zu wenig auf diese Aufgabe vorbereitet sehen. Das sollte und darf nicht dazu führen, dass eine zunächst positive Aufbruchstimmung in Kritik und Widerstand umkippt und der Blick auf die Chancen der Inklusion verstellt und behindert wird.

Der Umgang mit heterogeneren Lerngruppen stellt (auch ohne den Anspruch der Inklusion) schon länger eine wachsende Herausforderung in jedem Unterricht dar. Der in den Bundesländern schulgesetzlich verankerte Auftrag der individuellen Förderung trägt dem Rechnung, hat aber bisher nicht immer ausreichend zur Veränderung traditioneller Schul- und Unterrichtspraxis geführt.

Die dazu notwendigen Schulentwicklungsschritte setzen die Verständigung über einen individualisierenden Unterricht mit allen erforderlichen Konsequenzen zu abgestimmten Erziehungs- und Fördermaßnahmen in der ganzen Schule voraus.

Eine sich daraus entwickelnde (neue) Lern- und Lehrkultur schafft entscheidende Grundlagen für gelingende Inklusion in der Schule. Sie bieten zugleich Anknüpfungspunkte für sonderpädagogische Unterstützungsmaßnahmen und helfen, unverzichtbare Ressourcen und Lernstrukturen, die allen Lernenden (und Lehrenden) zugutekommen, pädagogisch professionell zu begründen. So kann Inklusion als Chance für die ganze Schule erkannt werden.

Mit Blick auf bereits vorhandene Unterrichts- bzw. Schulentwicklungsansätze in den eigenen Arbeitsfeldern setzen sich die TN mit wesentlichen Aspekten eines individualisierenden Unterrichtskonzepts für die ganze Schule auseinander. Dazu gehören u.a.

  • Individualisierung in heterogenen Lerngruppen => eine Grundverständigung auf der Grundlage aktueller Unterrichtsforschung
  • Individualisierung in heterogenen Lerngruppen => am gemeinsamen Lerngegenstand vielfältig lernen
  • Das eigene Lernen aktiv und kompetent gestalten => Lernkompetenz systematisch trainieren und erweitern
  • Lernzeit nutzen, um Lernen diagnosegestützt zu begleiten=>Diagnoseprozesse erfolgreich gestalten
  • Sich im Team gegenseitig Unterstützung bieten => Lernen mit Expertenmaßnahmen.

Hinweis:
Behinderungsspezifische Aspekte im Sinne sonderpädagogischer Sichtweisen fließen mit ein, sind aber nicht explizit Gegenstand des Seminars. (Dazu Modul 2: Seminar Nr. 16.1-2103 „Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Entwicklungsstörungen in der inklusiven Schule“ am 7.-8.10.2016, ebenfalls in Bensheim.)

Adressaten:
Einzelteilnehmer/Tandems aller Schulformen (mit Blick auf den eigenen Unterricht und die Unterrichtsgestaltung),                    
Schulleitungsmitglieder/Steuergruppenmitglieder (mit Blick auf Unterrichtsentwicklungskonzepte für Jahrgangsstufen/Abteilungen/oder die ganze Schule)

Referenten:
Günther Barth, Leiter einer Förderschule im Verbund, Trainer für Unterrichtsentwicklung, Inklusion, Sonderpädagogik                    
Marlies Silkenbeumer, Trainerin für Unterrichtsentwicklung, Inklusion, Sonderpädagogik

Termin:        
Freitag, 10.6.2016, 16:00 Uhr, bis Samstag, 11.6.2016, 17:00 Uhr

Ort:              
Kirchbergschule
Darmstädter Straße 45, 64625 Bensheim (Bergstraße)

Kosten:        
150 Euro
120 Euro für Mitglieder im vds

Seminarleistungen:           
Im Tagungspreis sind die Seminarmaterialien und Tagungsgetränke enthalten.

Veranstaltungsnummer:    16.1-2101

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